Loka - Zentrum für Bildung und Therapie

Therapien

Orthomolekulare Therapie

Grundlagen zu Nahrungsergänzungen

Immer mehr Menschen machen eigene, sehr positive Erfahrungen mit Nahrungsergänzungen. Diese werden auch orthomolekulare Substanzen oder Mikronährstoffe genannt (= Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren und weitere lebenswichtige Zellschutz- und Zellnährstoffe) und dienen zur Vorbeugung oder Behandlung zahlreicher Krankheiten oder nicht optimaler Zustände im menschlichen Körper.

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Definition orthomolekular: Das Wort stammt von griechisch orthos, was unter anderem gut, richtig, passend, angemessen bedeutet, und lateinisch moles Masse (im physikalischen Sinne) bzw. der Verkleinerungsform molecula, also kleine Masse oder Menge.

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Orthomolekular bedeutet also Verabreichung eines überlebenswichtigen Mikronährstoffes in der richtigen Menge zur richtigen Zeit. Der Begriff stammt von dem zweifachen Nobelpreisträger Prof. Dr. Linus Pauling; er hat die orthomolekulare Medizin wie folgt definiert:

Zellschutz

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Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Erhaltung der Gesundheit erforderlich sind.

Wir alle befinden uns heute in einer ganz besonderen, vorher nie dagewesenen Situation. Einerseits sind verschiedene lebenswichtige Nährstoffe in sehr vielen Lebensmitteln nur noch in zu geringer Menge oder zum Teil kaum noch enthalten, andererseits ist jeder lebende Organismus einem wachsenden Ansturm von Schadstoffen aus der Umwelt und in Lebensmitteln ausgesetzt.

Mehr als 4 Millionen chemische Substanzen sind heutzutage bekannt, etwa 6'000 kommen zu dieser Auflistung pro Woche hinzu, ungefähr 100'000 werden gegenwärtig ständig produziert. Der Mensch ist diesen Chemikalien sowohl direkt als auch indirekt ausgesetzt. Etwa 3'500 Chemikalien werden Nahrungsmitteln zugesetzt, über 700 sind identifiziert worden im Trinkwasser. Als Folge davon sind bereits über 400 körperfremde chemische Substanzen in den Geweben des menschlichen Körpers identifiziert worden.

Einige Vitamine und Mineralstoffe sind u.a. dazu in der Lage, zahlreiche von ausserhalb kommende oder im Körper entstehende Giftstoffe abzufangen, bevor diese irgendeinen Schaden anrichten können. Dazu gehören, um nur einige zu nennen, die Substanzen Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin E und Selen.

Beispiel: Inzwischen wurde nachgewiesen, dass das allgemeine statistische Krebserkrankungsrisiko um etwa 80% reduzierbar ist durch die regelmässige zusätzliche Versorgung mit Beta-Carotin und den Vitaminen C und E. Besonders Vitamin C und die Aminosäure Lysin sind Schlüsselsubstanzen zur Vorbeugung und Therapie von rheumatischen Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Aufgabenbereiche im Körper

Es geht hier um Nahrungsstoffe, nicht um Medikamente, die bestimmte lebenswichtige Aufgaben im Körper erfüllen: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und andere Zellnähr- und Zellschutzstoffe. Es gibt 3 ständige Arbeitsbereiche für diese Nahrungsstoffe:

Aufbau, Betrieb, Instandhaltung und Entsorgung

Sind von diesen Werkzeugstoffen nicht genügend im Körper vorhanden, können wichtige Betriebsabläufe, Instandhaltungs- und Entsorgungsarbeiten nicht schnell genug oder/und nicht vollständig durchgeführt werden. Die Folge sind Funktionsstörungen aller Art, Ablagerungen und schliesslich Blockaden.

Bau- und Betriebsstoffe

Bekannte Beispiele sind: Der Mineralstoff Calcium dient als Baustoff u.a. für den Knochenbau und -erhalt, als Betriebsstoff u.a. zur Steuerung der Muskelkontraktion (= Zusammenziehung), zur Steuerung der Anpassung des Auges an verschiedene Helligkeitsstufen und zur Verhinderung einer übersäuerung des Körpers. Aminosäuren sind Bausteine für alle Arten von Körpergeweben, z.B. für die Muskulatur.

Schutz des Körpers

Da wie bereits erwähnt die Schadstoffbelastung der Luft, des Trinkwassers und unserer Lebensmittel ständig weiter zunimmt, steigt auch die schleichende Belastung unseres Körpers mit krankheitsverursachenden Schadstoffen stetig an. Inzwischen ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass man mit bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zahlreiche Schadstoffe abfangen kann, bevor diese im Körper Schaden anrichten.

Schadstoffe treten als so genannte freie Radikale auf. Ein freies Radikal ist ein unvollständiges Molekül, welches sich rücksichtslos zu vervollständigen bestrebt ist, indem es sich das, was ihm fehlt, blitzschnell aus anderen Molekülen herausreisst! Es handelt sich um einen destruktiven, parasitären Vorgang auf molekularer Ebene.
(exakte Definition: Ein Radikal ist ein Atom, Molekül oder Ion mit mindestens einem ungepaarten Elektron)

Zum besseren Verständnis: Radikale sind an allen Explosionen sowie an den verschiedenen Reaktionen beteiligt, die zum Verderben von Nahrungsmitteln führen oder den Abbau von Kunststoffen durch Sonnenlicht bewirken.

Freie Radikale im menschlichen Körper sind hochaktive schädliche Stoffwechsel-Zwischenprodukte oder Chemikalien aus der Umwelt, welche die körpereigenen Proteine, Lipide (also z.B. die Zellmembranen) sowie die Bau- und Betriebsvorschriften im Zellkern (die Chromosomen) angreifen und in schädlichster Weise die Struktur dieser lebenswichtigen Moleküle verändern können.

Entscheidend ist immer das Mengen- bzw. das Konzentrationsverhältnis von Schadstoffen (Radikalen) zu Schutzstoffen (= Radikalfüngern = Scavengern (engl. Aasgeier) = Antioxidantien) im Organismus, also in den Zellen und im Bindegewebe. Eine ausreichende Schutzstoffdichte sorgt für den Schutz lebenswichtiger biologischer Moleküle.

Einige Beispiele wichtiger Substanzen, die verschiedenste Schadstoffe abfangen können, bevor diese im Körper Schaden anrichten, sind: Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Ubichinon (= Coenzym Q10), L-Cystein, Glutathion, Alphaliponsäure, Harnsäure, Beta-Carotin, Flavonoide, Anthocyane und andere pflanzliche Antioxidantien.

Die genügend hohe Schutzstoff-Konzentration ist der wesentliche Faktor. Folgen nicht ausreichender Schutzstoffdichte, also einer nicht ausreichenden Schutzstoff-Konzentration, sind Bindegewebsdegeneration, Zerstörung von Zellmembranen, Veränderung von Chromosomen. Das heutzutage ohnehin vorhandene Missverhältnis zwischen erhöhtem Bedarf des Organismus an Schutzstoffen und abnehmendem Schutzstoff-Gehalt in Nahrungsmitteln nimmt natürlich weiter zu bei Stress, Krankheit und Therapie.

Die Auswirkungen ausreichender Schutzstoffdichte beschreibt Prof. Dr. Linus Pauling so:

Nach meiner Schätzung aufgrund der Erkenntnisse epidemiologischer Studien und anderer Beobachtungen liesse sich durch die optimale Anwendung die Ernährung ergänzender Vitamine und anderer die Gesundheit fördernder Massnahmen die Zeit des Wohlbefindens und die Lebensdauer um 25 bis 35 Jahre verlängern.